Pharisäer
Chicken Marengo
'Aal's bin' oder nicht?
Nassauer
Grog-Geschichten
Berliner Fleischer und Budiker
Berühmte Sprüche
Die Geschichte der Muffins
Wie die Berliner zu den Pfannkuchen kamen
Hot Dogs
Wie Caesars Salad zu seinem Namen kam
Hülle mit Fülle...
Kartoffel-Chips















Kartoffel-Chips

Es war im Jahre 1853: da war ein gewisser George Crum in der amerikanischen Stadt Saratoga Springs Koch und er servierte in einem feinen Restaurant einen gut situierten Gast die üblichen in Fett frittierten Kartoffelstäbchen. Der Gast mäkelte, seine Kartoffeln seien zu dick, obwohl sie George Crum sie immer dünner schnitt. Der feine Herr ließ sie mehrmals zur ückgehen. Verärgert schnitt der Koch nun die Kartoffeln in so dünne Scheiben, dass man hindurchsehen konnte. ER buk sie so kross, dass man sie nicht mehr mit der Gabel essen konnte. Zum Abschluss versalzte er sie noch. Doch anstatt sich aufzuregen, war der anspruchsvolle Kunde von dem Ergebnis begeistert: Die Kartoffelchips waren erfunden!
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Pharisäer

Die maennlichen Gemeindemitglieder von Nordstrand waren alle ungeheuer trinkfreudig. Der Pastor sah das gar nicht gern und sprach am Sonntag manches boese Wort dagegen von der Kanzel, worauf das Trinken ein wenig eingeschraenkt wurde. Nur bei Familienfeiern ging das natuerlich nicht, was eine einigermassen verzwickte Situation schuf, denn der Pastor war natuerlich zu jeder solchen Feier herzlich eingeladen. So sannen die listigen Nordstraender anlaesslich einer Kindstaufe auf Abhilfe: Sie nahmen grosse, bauchige Kaffeetassen und fuellten starken Kaffe hinein, dazu kam ein tuechtiger Schuss Rum und ein wenig Zucker. Das alles wurde unter einer schneeweissen, dicken Sahnehaube verborgen. Dem solchermassen getarnten Alkohl wurde nun tuechtig zugesprochen, waehrend der Pastor seinen Kaffee selbstverstaendlich ohne Rum bekam. Bis dann in vortgeschrittener Stunde die Tassen vertauscht wurden. Der Pastor trank, nahm pruefend einen zweiten Schluck, blickte in die Runde und meinte: "Ihr seid mir richtige Pharisaeer."'
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Chicken Marengo

'Marengo is the name of a village in the plain south of Turin where Napoleon won the battle against the Austrians on the 14th June 1804. The battle also gave its name to a very famous dish cooked there by Dunand, Napoleon's chef. The story goes that the General never ate before the battle, but his victory made him hungry. He thus orders his chef to prepare a meal on the spot. The only ingredients Dunand could get hold of were: 3 eggs, 4 tomatoes, 6 river prawns, 1 old chicken, a little garlic, some oil and a ration of old bread. Dunand fries the bread in the oil, cuts the chicken with his sword and fries it in the same oil, then when it is ready fries the eggs there with the tomatoes and garlic, adding a little brandy form the General's flask and lastly adding the prawns. Napoleon was delighted and orders him to cook this scrumptious dinner after every battle.
Dunand however was a very good chef and he new that brandy did not match river prawns at all so the next time he substituted it with white wine, omits the prawns and adds mushrooms. But Napoleon was very angry as he was superstitious as he thought that the missing prawns would bring him bad luck!
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'Aal's bin' oder nicht?

Zur Hamburger Aalsuppe gehoeren fast ebenso viele Geschichten wie Zutaten. So wird zum Beispiel behauptet, in der Aalsuppe sei urspruenglich ueberhaupt kein Aal drin gewesen. Aber schon bei Begruendung dieser These liegen sich die Aalsuppen-Experten in den Haaren. Die einen sagen, die Aalsuppe hiesse so, weil sie mit reichlich Aalkraut (Bohnenkraut) gewuertzt ist, die anderen behaupten, der Name kaeme daher, weil schliesslich 'aal's bin' ist=alles drin. Einig ist man sich hingegen darueber, dass ortsfremde Nichthamburger sich geneppt fuehlten, wenn sie in Hamburg in ihrer Hamburger Aalsuppe keinen Aal fanden. Und so gaben die Hamburger Gastronomen denn den Fisch um des Friedens willen in die Suppe, was ihrere Qualitaet auf keinen Fall geschadet hat. Um die Begriffsverwirrung vollkommen zu machen: Die Hamburger Aalsuppe ohne Aal heisst auch 'Frische Suppe' oder 'Saure Suppe'.
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Wie die Nassauer zum 'Nassauern' kamen (Hessen)

Im ganzen Deutschland heisst man einen Schnorrer einen 'Nassauer'. Und die armen Nassauer leiden darunter zutiefst. Zumal sie um den Ursprung dieses Namens wissen. Denn: Die Nassauer sind's, die einst beschnorrt wurden. Nassau unterhielt naemlich einstmals an der Universitaet Goettingen zwoelf Freitische fuer seine Studendten. War die Zahl nicht voll, gaben sich Studenten aus anderen Landsmannschaften als Nassauer aus. Sie also nassauerten. Sie frassen sich kostenlos bei den Nassauern durch. Dieweil Studenten viel reisen, machten sie diese Redensarten an allen deutschen Universitaeten bekannt.
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Hamburger Grog-Geschichten

Den Grog verdanken die Hamburger der Sage nach dem britiischen Admiral Vernon, der wegen seines Jacketts aus grobem Stoff, genannt 'gros grain' oder 'groggram' den Spitznamen 'Old Groggram' erhalten hatte. Admiral Vernon nun sah es nicht gern, dass die Angehoerigen der Marine die ihnen zustehenden woechentliche Rum-Ration in einem Zug herunterkippten. Und so befahl er, das Getraenk mit Wasser zu verduennen. Damit wurde er zum Vater und zum Namensgeger des Grogs, den man in manchen Kuestenstrichen Norddeutschlands zu den Grundnahrungsmitteln zaehlt.
Anmerkung: Admiral Vernon liess den Rum natuerlich mit kaltem Wasser verlaengern. Es muss sich bei dem urspruenglichen Grog also um ein ziemlich ekelhaftes Getraenk gehandelt haben.
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Berliner Fleischer und Budiker

Es war ein Berliner Fleischermeister, der das beruehmte Kassler erfand, naemlich der Schlachter Cassel aus der Potsdamer Strasse, der eines Tages ein Stueck Schweineruecken erst poekelte und anschliessend raeucherte. Es war ein Fleischer in der Naehe vom Goerlitzer Bahnhof, der das beruehmte Eisbein in seiner Berliner Form erfunden haben soll. Es war ein unbekannter Fleischermeister aus Berlin, der die Bulette in den 'Falschen Hasen' weiterentwickelte. Es war der Kneipier Eduard Martin, der 1903 seine Gaeste in der Landsberger Strasse mit Hackepeter ueberraschte: Ein Drittel fettes und zwei Drittel mageres Schweinefleisch werden durchgedreht und gemischt und mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln herzhaft gewuerzt. Und es war am Ende des 18. Jahrhunderts der Budiker Friebel am Molkenmarkt, der jeden Freitag ein Schwein schlachtete. Danach wechselte er seine blutige Schuerze gegen eine bluetenweisse, trat dermassen herausgeputzt vor die Ladentuer, um frische Luft zu schnappen-leibhaftige Aufforderung an seine Kunden, auf der Stelle frische Wurst, Wellfleisch und Wurstsuppe zu kaufen. Als er dahingeschieden war, haengte nunmehr seine Witwe die bluetenweisse Schuerze ueber einen Stuhl vor der Tuer. Seitdem ist die weisse Schuerze fuer alle Fleischer in Berlin das Symbol fuer den Schlachttag. Und schliesslich holte der Gastwirt Richard Scholz im Bockbiertrubel beim Fleischermeister Loewenthal in der Friedrichstrasse eine bis dahin namenlose Fleischwurst fuer seine hungrigen Gaeste. Diese Fleischwurst ist seitdem als Bockwurst bekannt.
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Die Geschichte der Muffins

(aus: Das Baker´s Secret Rezeptbuch)
Früher waren Muffins als kleine Teekuchen in England und als kleine Küchlein zum Frühstück oder als Beilage zu Hausptmahlzeiten in Amerika bekannt. Wie es zu dem Namen "Muffin" kam, ist unklar, es gibt zwei Geschichten dazu: Die erste Geschichte hat ihren Ursprung in Amerika. Ein Bäcker aus Niederdeutschland, der nach Amerika ausgewandert war, eröffnete in den USA einen "Deutschen Bäckerladen" und bot dort kleine süße Kuchen an, die er "Muffe" (alter regionaler Ausdruck für kleine Kuchen, die aus der Hand gegessen werden konnten) nannte. Die Amerikaner machten daraus die Muffins....
Die zweite Geschichte kommt aus England und gefällt mir persönlich viel besser: Im kalten England war es einmal Mode, daß die Damen mit einer "Muff" aus Fell spazieren gingen. Gleichzeitig kamen die kleinen Küchlein in Englang immer mehr in Mode und vor allem die Kinder waren ganz wild darauf, die Küchlein noch möglichst heiß zu verzehren. Bevor sie die Küchlein allerdings aßen, wärmten sie ihre kalten Fingerchen an den Kuchen. Die Erwachsenen amüsierte dies und sie nannten die kleinen Küchlein "Muffins"... Kleine handwärmer für Kinder....
Erstmals schriftlich erwähnt wird das Wort Muffins mit einem Rezept 1703 in England in einem Rezeptbuch für Bäcker. Die Amerikaner ließen sich mit der schriftlichen Nennung mehr Zeit, sie erwähnen die Muffins erst 1840 in einem Rezeptheftchen für Backpulver.
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Wie die Berliner zu den Pfannkuchen kamen

Ueberall heissen die faustgrossen, mit Marmelade oder Apfelmus gefuellten und in heissem Schmalz ausgebackenen Kugeln aus Hefeteig 'Berliner', nur in Berlin nennt man sie schlicht 'Pfannkuchen'. Es heisst, dass sie von einem Baeckergesellen erfunden wurden, derr im 18. Jahrhundert zwar zur Artillerie eingezogen, aber-da nicht felddiensttauglich-zum Regimentsbaecker ernannt wurde. Aus Dankbarkeit verwoehnte er sein Regiment (vermutlich nur die Offiziere) mit einem Gebaeck in Form von kleinen Kanonenkugeln. Am besten schmecken die Berliner, wenn sie mit Pflaumenmus gefuellt sind, und es muss mit eingebacken sein (und nicht nachtraeglich mit der Musspritze eingefuellt!).
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Berühmte Sprüche

"Die Suppe ist die Visitenkarte einer Küche. Nach mehr soll sie schmecken, nicht aufdringlich im Gewürz, sondern mild, zart schmelzend, aber auch feurig, ja zur Ausnahme darf sie einmal volle Glut sein."
(Simoness)

"Nur dieser eine Teller noch - er wird gewiss nichts schaden. Meine Suppe mundet besser doch als ein stolzer Braten. Greif recht zu, das lieb ich sehr. Hier ein neuer Teller! Mach die Schüssel völlig leer, zwei sind noch im Keller."
(I.A. Krylow)

"Mit der Liebe ist es wie mit einer Suppe. Die ersten Löffel sind immer zu heiß und die letzten zu kalt."
(Jean Michel Moreau)

"Die Feinschmeckerei ist eine leidenschaftliche, theoretisch begründete und zur Gewohnheit gewordene Vorliebe für Dinge, welche den Geschmack erfreuen."
(Jean Anthelme Brillat-Savarin)

"Fisch will dreimal schwimmen: in Wasser, Schmalz und Wein"
(Volksweisheit)

"Zum Salatmischen braucht man vier Personen: den Verschwender, der das Öl gießt, den Geizhals für den Essig, den Weisen zum Salzen, den Narren zum Mengen der vier Elemente."
(Volksweisheit)

"Diejenigen, die vernünftig essen, sind zehn Jahre jünger als jene, denen diese Wissenschaft fremd ist."
(Jean Anthelme Brillat-Savarin)

"Der Magen eines gebildeten Menschen hat die besten Eigenschaften eines edlen Herzens: Sensibilität und Dankbarkeit."
(Alexander Puschkin)

"Manch kluge Frau hat das Welken männlicher Liebe durch ihre Kunst, pikante Leckerbissen herzustellen, zu verhindern gewusst."
(Guy de Maupassant)

"Entwickle aus jedem essbaren Ding, was dessen natürlicher Beschaffenheit am meisten angemessen ist."
Carl Friedrich von Rumohr)

"Wenn ich dreierlei besäße, würde' ich schier in Glück versinken, Dich, o schöne Ines, Schinken, Liebesäpfelchen und Käse."
(Balthasar de Alcazar)

"Wer alles schlucken will, wird schlecht verdauen."
(Volksweisheit)

"Die Männer lieben jene Frauen am leidenschaftlichsten, die es verstehen, ihnen die leckersten Dinge vorzustellen."
(Honore de Balzac)

"Die Entdeckung eines neuen Gerichts ist für das Glück der Menschheit wichtiger, als die Entdeckung eines neuen Gestirns."
(Jean Anthelme Brillat-Savarin)

"Der Sitz der Gefühle ist im Magen."
(griechische Volksweisheit)

"Die Seele des Feinschmeckers ist mit seinem Gaumen identisch."
(Jean Jaques Rousseau)

"Geselliges Vergnügen, muntres Gespräch muss einem Festmahl die Würze geben."
(William Shakespeare)

"Der Weib und die Sardine - je kleiner, desto feiner."
(portugiesische Volksweisheit)

"Kochen ist eine Sache der Ernaehrungswissenschaft, aber auch Kunst, Abenteuer und Vergnügen."
(Sydney Gordon)

"Alle Tage Huhn im Topf und Gans im Bett - man kriegt es satt."
(Kurt Tucholsky)

"Keine Liebe ist aufrichtiger als die Liebe zum Essen."
(Georg Bernard Shaw)

"Es gibt zwei Sorten von Pilzen: giftige und andere. Meistens merkt man das aber zu spät."
(Robert de Gicey)

"Früher bekam der Mann eine Frau, die kochen konnte wie seine Mutter. Heute bekommt er eine Frau, die trinken kann wie sein Vater."
(Volksweisheit aus den USA)

"Der Appetit hat die Eigentümlichkeit, anzustecken."
(Martin Andersen Nexoe)

"Wenn ihr gegessen und getrunken habt, seid ihr wie neu geboren; seid stärker, mutiger, geschickter zu eurem Geschäft."
(Johann Wolfgang von Goethe)
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Hot Dogs

Ob nun Legende oder Wahrheit, jedenfalls eine hübsche Geschichte:
Hot Dogs sollen um das Jahr 1900 herum ihren Namen von dem Karikaturisten Tad Dorgan bekommen haben. Er hatte bei einem Polospiel beobachtet, wie Verkäufer "Dachshund Sausages" anpriesen, die die elitären Besucher an Ihre Hunde verfüttern konnten. Dorgan zeichnete daraufhin bellende Dackel in der Semmel und erfand das Wort "Hot Dog". In jedem Fall sind Hot Dogs ein schnell zuzubereitender und gut abzuwandelnder Snack. Zwingende Zutaten sind allein die weichen Brötchen und die Würstchen. Die Beilagen können Sie nach Belieben variieren: Ketchup und Senf, Schmelzkäse-Scheiben, rohe oder Röstzwiebeln, Cole Slaw, Chili aus Hackfleisch, Salsa. Sogar Sauerkraut-Dogs gibt es!
Den Hot Dog reicht man in New York, Los Angeles, Chicago und allen großen Städten der Erde - und überall kann sich der Weltenbummler darauf verlassen, dass er genau so schmeckt, wie ein Hot Dog eben schmeckt - und dass er nicht die Welt kostet.
Über die frühesten Ursprünge streiten sich zwei Städte: Frankfurt und Wien - mit jeweils eigenen Würstchen, die sich vorwiegend in der Größe unterscheiden. Die älteste Quelle aus dem Jahr 1487 weist auf Frankfurt am Main als die "Ur-Stadt" des Würstchens, andere Quellen geben an, dass ein Coburger Metzger namens Johann Georghenner die Wurst im 17. Jahrhundert in Frankfurt einführte. Ob Wien, Frankfurt oder Coburg der Entstehungsort ist - fest steht, dass der deutsche Metzger Charles Feltmann als Einwanderer im Jahr 1871 erstmals einen Würstchenstand auf Coney Island betrieb.
Der Verkauf der Würstchen, die in Wasserbehältern heiß gehalten wurden, lief gut, und wenn jemand Feltmann fragte, ob die Speisen auch koscher seien und was darinnen stecke, antwortete der witzige Verkaufsmann im Hinblick auf die längliche Form: "Dachshund", also Dackel. Der launige "Red Hot Dachshund" bürgerte sich bald im Jargon der Straßenverkäufe, der Vergnügungsparks und der Sportstadien ein. In einer kalten Aprilwoche des Jahres 1901 kam es zu einer folgenschweren Entscheidung im Football-Stadion der St. Louis Browns. Harry Stevens, der im Stadion die Konzession für Fliegende Händler hatte, blieb in den kalten Tagen auf Eis und Soda sitzen und fuhr Verluste ein. Angesichts der niedrigen Temperaturen wollten die Leute etwas Warmes. Harry Stevens rüstete seine Verkäufer mit Heißwasser-Behältern aus und orderte so viele Würstchen wie möglich.

Die Geburtsstunde als Karikatur

Die Verkäufer hatten die neue Ware bei ihren Gängen durch die Ränge anzupreisen: "Get your red Hot Dachshund Sausages!" Die neue Szene im Stadion nahm der Karikaturist Ted Dorgan für das Magazin "Sports" auf die Schippe. Und weil Dachshund ein so langes Wort war, das er nicht buchstabieren konnte, ließ Dorgan seine Verkäufer in den Zeichnungen "Hot Dog" rufen, was die Geburtsstunde des Namens war.
Es dauerte allerdings noch bis 1914, bis der erste Hot Dog im Brötchen daher kam. Wie alle Hot-Dog-Verkäufer reichte auch Anton Feuchtwanger seinen Kunden einen Handschuh zum Festhalten der heißen Würstchen. Doch die bekamen bald Beine. Feuchtwanger hatte es satt, immer neue Handschuhe zu kaufen, und so kam er auf die Idee, die siedend heißen Würstchen mit einem Brötchen zu ummanteln. Die Brötchen bezog er günstig von seinem Schwager, einem Bäcker.
Als dann im Jahre 1936 ein gewisser Oscar Mayer den ersten Hot-Dog-Wagen auf die Straßen brachte, war der weltweite Siegeszug vorbereitet. Das "Wienermobile" zog zu Baustellen, Werften, vor die Eingänge von Kaufhäusern, Bürohäusern und an Wochenenden in die Parks. Immer auf den Spuren der Kunden, die den kleinen Snack zwischendurch besonders in Zeiten knapper Kassen zu schätzen wussten.
Und die haben schließlich, wie wir wissen, immer Konjunktur.
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Wie Caesars Salad zu seinem Namen kam

Eine hübsche Geschichte: Caesar Cardini war der Inhaber eines Restaurants in Tijuana, der mexikanischen Grenzstadt zu Kalifornien. In Zeiten der Prohibition kamen viele Hollywood-Stars dorthin, weil sie - neben gutem Essen - eben auch noch Alkohol bekommen konnten. Es soll an einem besucherreichen Feiertags-Wochenende gewesen sein, dass eine Gruppe Prominenter ins Restaurant einkehrte und Salat verlangte. Caesar Cardinis Vorräte waren offensichtlich erschöpft und so kreierte er einen Salat aus italienischen Zutaten, die er noch fand - die Geburtsstunde des "Caesars Salad", für den er auf die Schnelle keinen besseren Namen fand.
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Hülle mit Fülle...

Sie gelten als DAS schwäbische Gericht schlechthin! Man kan sie inzwischen in Berlin, Wien, New York und Tokio finden, bestellen, kaufen und genießen...

Die Rede ist von der Maultasche, was sonst...


Im Maultaschen-Kernland war früher der Gründonnerstag ein von jungen Hausfrauen gefürchteter Termin! Sie mußten nämlich beim Nudelteig machen ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen und ihre Abschmeck-Künste beim Zubereiten der Fülle. Das Rezept für den "Tascheninhalt" war oft ein gut gehütetes Familiengeheimnis, hinter das die neue Schwiegertochter erst kam, nachdem sie den ersehnten Stammhalter geboren und für die Schwiegermutter eigenhändig eine zum Kaffeegeschirr passende Tischdecke nebst Kaffeewärmer bestickt hatte...
Wenn dann die Maultäschle trotzdem nicht so schmeckten, wie bei Muttern, dann mag das daran gelegen haben, daß viele der handgeschriebenen Rezepte denkbar unpräzise verfasst waren. Ohne Mengenangaben verzeichneten sie Lauch, Petersilie und Spinat für das leckere Innenleben. Doch "Gemüse allein macht keinen satt", daher kommen etwas Geräuchertes sowie Hack und Brät dazu. Verlängert wurde das ganze noch durch "eingeweichte Wecken" und geschmeidig wurde der Teig dann wieder durch 1-2 Eier. Beim Würzen mochte man keine Experimente, da blieb es bei Pfeffer und Muskat!
Nicht jede Hausfrau konnte und wollte sich allerdingsmit der recht aufwendigen Herstellung der Taschen aus zwei Lagen Teig anfreunden! So entstanden die "gerollten Maultäschle", die nach dem Strudelprinzip gerfertigt wurden (und noch werden) und die Fülle offen zur Schau stellen. Doch bei den Schwiegermüttern war diese Art der Zubereitung natürlich verpöhnt!!!!
In manchen Küchen wurden die Taschen ganz akkurat mmit Hilfe eines Lineals und eines Messers geschnitten, andere nutzten das Teigrädchen, welches die hübschen gezackkten Ränder gibt und die Taschen zusätzlich versiegelt!
Das Gründonnerstagsmenue steht ganz im Zeichen der Maultasche und ist auch heute noch so bei vielen Familien zu finden:
Zuerst werden etwas kleiner gemachte Maultaschen in einer Brühe mit viel Schnittlauchröllchen gegessen. Als Hauptgang verspeist man dann die großen geschmälzten Maultaschen mit Kartoffelsalat und am Abend werden die restlichen Maultaschen entweder in Butter und mit verquirltem Ei gebraten -dazu gab es grünen Salat- oder aber in Streifen geschnitten und mit einer Schalotten-Vinaigrette als Salat gereicht und mit Freuden verspeist!
Ihre Eignung als Fastenspeise am Gründonnerstag, manchaml sogar am Karfreitag, verdanken die Maultaschen dem Nudelteig, der die fleischliche Fülle gut verbirgt; angeblich sogar vor den Augen des Allmächtigen...
Ich kenne da eine "Entstehungsgeschichte zu den Maultaschen":
Man erzählt, daß Mönche aus dem Kloster Maulbronn einmal während der Fastenzeit ein großes Stück Fleisch geschenkt bekommen haben. Nun hatten die Mönche nicht nur wegen ihrer eingehaltenen Fastenregel Hunger; auch der Dreißigjährige Krieg tat seinen Teil dazu bei. Wie also das Fleisch nicht verkommen lassen und trotzdem die Fastenregeln nicht mißachten? Die Mönchen wandten eine List an: Sie zerhackten das Fleisch und vermischten es mit Spinat und ganz vielen Kräuter, so das kaum noch zu erkennen war, daß überhaupt Fleisch dabei sei. Zu guter letzt "versteckten" sie die Masse noch geschickt in einen Nudelteig. Ob´s der Herrgott trotzdem gemerkt hat oder ihnen diese List augenzwinkernd nachgesehen hat, ist leider nicht überliefert.
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